Neue Arbeitsgruppe zum Thema sexuelle Belästigung und Nötigung angekündigt

Die Arbeitsgruppe wird zweimal pro Semester zusammenkommen

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Neue Arbeitsgruppe zum Thema sexuelle Belästigung und Nötigung angekündigt

(Judith Gibson-Okunieff/Daily Collegian)

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Die Universität von Massachusetts kündigte in einer Pressemitteilung am 22. Januar an, dass Universitätskanzler Kumble Subbaswamy eine neue Arbeitsgruppe gegründet hat, die sich mit sexueller Belästigung und Nötigung auf dem Campus auseinandersetzen soll.

Die Arbeitsgruppe ist eine Kollaboration aus der UMass Universitätsleitung und der nationalen Kollaboration der Akademien von Wissenschaft, Ingenieurwesen und Medizin zur Vorbeugung sexueller Belästigung im Hochschulwesen [National Academies of Science, Engineering and Medicine’s Action Collaborative on Preventing Sexual Harassment in Higher Education]. Den Vorsitz werden John McCarthy, Provost und leitender Vizekanzler für akademische Angelegenheiten, und Tricia Serio, Dekanin der Naturwissenschaftlichen Colleges [College of Natural Sciences] haben.

Laut dem Pressebericht soll die Arbeitsgruppe sich zuerst auf Masterstudierende, DoktorantInnen und PostdoktorantInnen konzentrieren und wird „mit der Aufgabe betraut sein, Vorschläge für die Verbesserung der Campusdienste, -regeln und -praktiken zu machen, die zu einer Vorbeugung und Korrektur von Fällen sexueller Gewalt, Belästigung und Nötigung beitragen sollen.“

Die Arbeitsgruppe wird zweimal pro Semester zusammenkommen und aus 14 Mitgliedern unterschiedlichster Position auf dem Campus bestehen. Die Mitglieder werden von Erica White, der Personalleiterin des Büros des Provosts, ernannt werden.

Der letzte jährliche Sicherheitsbericht des UMass Police Departments, veröffentlicht 2019 über das Jahr 2018, berichtet von 23 Vergewaltigungsfällen, von denen 16 in Wohnheimen der Universität stattfanden. Dies stellt eine Steigerung gegenüber der Jahre 2016 und 2017 dar, in welchen jeweils insgesamt 20 und 18 Vergewaltigungsfälle gemeldet wurden.

Der Bericht meldet zudem 9 Fälle häuslicher Gewalt im Jahr 2018. Dies ist ein geringfügigen Rückgang gegenüber der 11 Fällen im Jahr 2016.

Aktuell geben Richtlinien und Verfahrensweisen zur sexuellen Belästigung an, dass UMass „engagiert darin ist, seinen Lehrenden, Angestellten und Studierenden eine Umgebung zu bieten, in welcher sie ihre Karriere oder Studien verfolgen können, ohne sexuell belästigt zu werden. Sexuelle Belästigung von einem oder durch ein Mitglied der Universitätsgemeinschaft ist unvertretbar und wird nicht toleriert werden.“

Diese UMass’ Richtlinien basieren auf dem Title VII des Civil Rights Acts von 1964, Title IX des Education Amendments von 1972, und Massachusetts G.L.c.151B und 151C und wird vom Gleichstellungs- und Diversitätsbüro [Equal Opportunity and Diversity Office] vollstreckt.

Laut dieser Richtlinie soll der formale Beschwerdeprozess dazu dienen „eine faire, schnelle und zuverlässige Entscheidung darüber zu gewährleisten, ob die die sexuellen Belästigungsrichtlinien der Universität verletzt worden sind.“

In den meisten Fällen wird dieser Prozess vom Opfer der sexuellen Belästigung initiiert. Jedoch kann er auch von MitarbeiterInnen der Universität unter Title IX initiiert werden.

Sollte die beschuldigte Person ein Bachelorstudent oder eine Bachelorstudentin sein, sollte die Beschwerde beim Dekan des Students Office eingereicht werden. Sollte die beschuldigte Person ein Student oder eine Studentin des Masters oder eines höheren akademischen Grades sein, sollte die Beschwerde beim Dekan des Graduate School eingereicht werden.

Das Zentrum für Frauen und Gemeinschaft [Center for Women and Community] stellt Studierenden zusätzlich weitere Dienste und Informationen zu sexueller Nötigung bereit.

Man kann der Arbeitsgruppe über eine extra dafür eingerichtet Emailadresse Feedback zukommen lassen: [email protected].

Irina Costache ist unter [email protected] oder über ihren Twitter @irinaacostache erreichbar.

Jan Niklas Jokisch ist ein Deutschübersetzer und ist unter [email protected] erreichbar.

Xenia Ariñez de la Vega ist die Deutsch-Redakteurin und ist unter [email protected] erreichbar.